Noch bis vor zwei Jahren war der niederländische Photovoltaikmarkt für die internationale PV-Branche kaum relevant. Doch insbesondere im vergangenen Jahr haben die Niederlande Rekordzahlen beim Zubau erzielt und machen sich zunehmend attraktiv für Projektierer, EPC und Investoren. PFALZSOLAR ist Anfang 2017 sehr erfolgreich in den niederländischen PV-Markt eingetreten und dort jetzt weiter auf Wachstumskurs.

853 Megawattpeak (MWp) neu installierte Photovoltaik-Leistung verzeichnen die Niederländer in 2017. Auch wenn diese Zahl im internationalen Vergleich gering erscheinen mag, so entspricht sie doch einem Wachstum von 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr, das mit 535 MWp Zubau ebenfalls ein Rekordjahr für die Niederlande war.

Nachdem PFALZSOLAR im vergangenen Jahr ausschließlich Dachprojekte in der Größenordnung von 0,5 bis 3 MWp im Auftrag niederländischer Investoren realisiert hat, hat das Unternehmen aus Ludwigshafen für 2018 bereits mehrere Freiflächenprojekte in der mit einer Leistung von bis zu 5 MWp unter Vertrag. Mit dem Bau des ersten Projekts, einem Solarpark in der Provinz Friesland, startet PFALZSOLAR noch in diesem Monat. Bis zum Jahresende plant das Unternehmen, große Dach- und Freiflächenprojekte mit einem Gesamtvolumen im hohen zweistelligen Megawattbereich als EPC Contractor in den Niederlanden zu realisieren. Ein Großteil dieser Projekte ist bereits jetzt vertraglich „unter Dach und Fach“.

„Unser Geschäftsfeld hat sich in den letzten Jahren drastisch verändert: Wir entwickeln und realisieren deutlich weniger Großprojekte in Deutschland, dafür aber immer mehr im europäischen Ausland und in den USA. Die Niederlande haben zwar ein spätes, aber dafür sehr gut durchdachtes und nachhaltiges Fördersystem für Photovoltaik etabliert, das ein optimales Investitionsklima für Photovoltaik schafft. Vor diesem Hintergrund war der Eintritt in den niederländischen Markt für uns ein logischer Schritt“, erklärt Max Huber, Leiter Projektentwicklung bei PFALZSOLAR. Huber betrachtet diese Entwicklung mit einem lachenden und einem weinenden Auge: „Natürlich freuen wir uns über das große Wachstumspotenzial, das uns der niederländische Markt derzeit bietet. Doch auf der anderen Seite liegt uns auch die Energiewende im eigenen Land am Herzen. Hier geht es viel zu langsam voran.“ Huber bezieht sich damit in erster Linie auf die verpflichtende Ausschreibung für PV-Projekte ab 750 Kilowattpeak, die den Bau und Betrieb von großen PV-Anlagen wirtschaftlich nahezu unmöglich mache.

Der Erfolg von PFALZSOLAR im niederländischen Markt gründet sich nach Einschätzung des Unternehmens vor allem auf zwei Aspekte: „Zum einen stehen wir als Unternehmen der Pfalzwerke-Gruppe auf einem soliden wirtschaftlichen Fundament – das gibt unseren Investoren das notwendige Vertrauen. Zum können wir, anders als andere EPC, die Baufinanzierung für große Projekte selbst stemmen. Das minimiert für Investoren das Risiko und schafft zusätzliche Sicherheit in der Zusammenarbeit“, so Huber. Mit dem geplanten Wachstum in den Niederlanden und anderen Märkten vergrößert sich PFALZSOLAR übrigens auch personell. Derzeit sucht das Unternehmen gleich mehrere Projekt- und Bauleiter mit internationaler Erfahrung.

SOLAR SOLUTIONS 21. – 22. März 2018

In der kommenden Woche findet am 21. und 22. März erneut die niederländische „SOLAR SOLUTIONS“ in der Nähe von Amsterdam statt, bei der auch PFALZSOLAR wieder als Aussteller vertreten sein wird. Die SOLAR SOLUTIONS ist die größte Netzwerk-Plattform für Solar Energie in der Beneluxregion. Im vergangenen Jahr zog die Messe mehr als 5.000 Fachbesucher und 124 nationale und internationale Aussteller an. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter eine noch deutlich höhere Besucher- und Ausstellerzahl.